Architektonischer und geistlicher Mittelpunkt unseres Bürohauses (am 30.8.2000 zeigte Gott während eines Fasten- und Gebetstages, dass er solch ein Bürohaus „genehmigt“) in Benrath ist der „Raum der Stille“. Ein Raum, der in der Mitte des oberen Geschosses als sechs Meter hohe Hauskapelle Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt. Architektonisch tatsächlich die Mitte des Hauses und die gesamte Dachkonstruktion tragend. Geistlich ein Ort, der zunehmend für Andacht und Gebet genutzt wird. Wir treffen uns dreißig Minuten vor Teambesprechungen oder Veranstaltungen zu Andacht und Gebet. Schon manch wichtige Sitzung wurde hier geistlich vorbereitet, manch schwierige Situation hier Gott vorgetragen. Donnerstags treffen sich die weiblichen Mitarbeiterinnen zum Gebet, ohne Chef. Ich weiß, dass da z.B. auch für mich und Firmenanliegen gebet wird. Mir ist es der liebste Raum des Hauses, aber ich habe auch den Eindruck, das es gleichzeitig der angefochtenste Raum ist.
Es fällt manchmal schwer, gemeinsam im kleinen Kreis vor Gott zu kommen, weil wir ahnen, dass wir danach anders miteinander umgehen müssten, oder vorher einander vergeben sollten. Vielfach haben wir auch Angst, uns preiszugeben. Menschenfurcht (Sprüche 29,25) ist ja ein Haupthindernis für ein ungespaltenes Christsein (ich schließe mich persönlich aus Erfahrung voll ein). Wir haben es ja vielfach nicht gelernt, unser Christsein am Arbeitsplatz zu leben.
Zunehmend gibt es in Firmen und Institutionen durch Christen initiierte Gebets- oder Andachtstreffen. Haben Sie bei sich einmal nachgefragt? Könnten Sie vielleicht sogar Initiator einer solchen Gruppe sein? Es kann doch einem Unternehmen oder einer Organisation und den Menschen dort gar nichts besseres passieren, als dass der Schöpfer der unsere „kleinen“ Probleme längst kennt endlich einbezogen wird.
Gott ist gerade dabei uns noch weitere Horizonte zu öffnen. Warum sollte man z.B. in der Firma nicht auch Abendmahl miteinander feiern können? Gibt es Geister der Unzufriedenheit/Lieblosigkeit/Undankbarkeit im Haus/in unseren Organisationen und kann Gott diese vertreiben und verwandeln?
Wer Jesus nachfolgt, den bezeichnet die Bibel als Heiligen. Das „Dienstleben“ eines Heiligen findet in erster Linie in der Familie und am Arbeitsplatz, „in den Häusern“ und „auf den Marktplätzen“ (eigentlich nicht mehr in einem Gemeindegebäude) statt. Herausfordernd – oder ?!
Auf Reaktionen und Gespräche freue ich mich.
Ihr/Euer Michael Klitzke